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Das Suermondt-Ludwig-Museum erläutert Werke zu Tod und Auferstehung in 15 Minuten.:Die Kunstpause

Museum Symbolbild
Datum:
31. März 2025
Von:
Newsletter-Redaktion

 Lust auf Abwechslung in der Mittagspause und neue Bekanntschaften? Dann machen Sie doch eine Kunstpause im Suermondt-Ludwig-Museum, Wilhelmstraße 18 in 52070 Aachen. Dienstags von 13.00 – 13.15 Uhr erwartet Sie ein Speed-Dating der besonderen Art: In nur 15 Minuten lernen Sie ein Werk der Kunstgeschichte kennen. Im April stehen Bilder zu Tod und Auferstehung im Fokus.

 

Di 15.04.

Michael Triegel

Ostertraum, 2008

Michael Triegels Stillleben, die meist zwischen den großen thematischen Arbeiten entstehen, zeigen alltäglich erscheinende Fundstücke, arrangierte Blumen, aber auch Tierkadaver. Sie stehen für den Gegensatz zwischen dem Schönen und Vergänglichen. Ein ungewöhnliches Gemälde zum Osterfest stellt eine mit Knochen gefüllte Kiste dar. Ist es allein der Titel, der die Verbindung zum Osterfest herstellt, oder verbirgt sich mehr dahinter? Die Kunstpause beleuchtet, was dieses Stillleben mit Ostern verbindet, welche kunsthistorischen Bezüge erkennbar sind und wie Triegel vom Sichtbaren zum Unsichtbaren überleitet.

Mit Wibke Birth

 

Di 22.04.

Triegel

Tod und Auferstehung, 2016

Das kleinformatige Werk entstand im Rahmen eines Projekts zu Luthers Tischreden und gehört zu einer Serie von elf Arbeiten auf Pergament. Im Mittelpunkt steht nicht eine klassische Illustration eines Textes, sondern die Auseinandersetzung mit Luthers Zweifeln und seiner Suche nach Wahrheit. Michael Triegel übersetzt die theologischen, politischen und persönlichen Äußerungen des Reformators in eine symbolreiche Bildsprache: Nahsichtig präsentierte Gegenstände laden zur Reflexion ein und verdichten sich zu einer visuellen Meditation über Tod und Auferstehung. Dabei verbindet Triegel traditionelle Ikonografie mit seinem charakteristischen Stil und eröffnet neue Perspektiven auf Luthers Denken.

Mit Wibke Birth

 

Di 29.04.

Kopie nach Peter Paul Rubens

Coup de lance, um 1619–1620

Leihgabe der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin (seit 1884)

Der große Meister Peter Paul Rubens war für die Anfertigung seiner Ölskizzen bekannt, die er zu verschiedenen Zwecken, sei es als Vorstudien, Bildideen oder als Kommunikationsmittel mit Auftraggebern nutzte. Diese Praxis erklärt auch die fast 500 Ölskizzen, die bis heute noch von ihm erhalten sind.

Unsere Ölskizze mit einer Kreuzigungs-Darstellung und dem Lanzenstich (frz. Coup de lance) wirft mehrere Fragen auf, vor allem nach der Urheberschaft und den irritierenden farbigen Elementen der in Grisaille (Malerei in unterschiedlichen Grauabstufungen) ausgeführten Komposition. Könnte sich vielleicht etwas unter der Malschicht verbergen?

Mit Sarvenaz Ayooghi