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Emeritierter Erzbischof von Santa Fe de Antioquia gestorben:Anwalt der Seelsorge und sozialen Entwicklung

Monseñor Ignacio Gómez
Datum:
10. Juni 2026
Von:
Carina Delheit

Die kolumbianische Kirche trauert um den emeritierten Erzbischof von Santa Fe de Antioquia Monseñor Ignacio Gómez, der am 5. Juni im Alter von 96 Jahren verstarb.

Der fast 40 Jahre als Bischof in Leitungsaufgaben Tätige wird durch sein Glaubenszeugnis, die  Nähe zu den Menschen und sein unermüdliches Engagement für ganzheitliche menschliche Entwicklung in Erinnerung bleiben. Er initiierte zahlreiche pastorale, soziale und Bildungsprozesse und -organisationen, die dort, wo er tätig war, deutliche Spuren hinterlassen haben.

Ignacio José Gómez Aristizábal wurde am 1929 in El Peñol (Departement Antioquia) geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Medellín und spezialisierte sich in Sozialwissenschaften in Rom.

Der Priesterweihe 1958 für das Bistum Sonsón-Rionegro folgten diözesane Aufgaben in der dortigen Pastoralkoordination und Sozialprogrammen für Priester.
1972 wurde Monseñor Gómez zum zweiten Bischof von Ocaña ernannt und geweiht. In seiner  Zeit dort förderte er maßgeblich die pastorale, soziale, pädagogische und wirtschaftliche Entwicklung des Catatumbo im Osten Kolumbiens, z. B. durch die Errichtung sozialer Einrichtungen  und die Konsolidierung des Diözesansenders „Radio Catatumbo“, die für das Gemeinwohl in dem strukturschwachen Gebiet von großer Bedeutung waren.
1992 wurde er zum zweiten Erzbischof von Santa Fe de Antioquia ernannt. Auch in West-Antioquia setzte er die begonnene Ausrichtung seiner Arbeit fort.

Über seine Emeritierung als Erzbischof im Jahr 2007 hinaus war Monseñor Ignacio weitere vier Jahre bis zum Alter von fast 82 Jahren in vier vakanten Diözesen Kolumbiens, die alle in Krisenregionen des Landes liegen (Villavicencio, Cúcuta, Barrancabemeja und Tibú), als Administrator tätig.

Noch im November 2025 warnte der jetzt Verstorbene in einer Veröffentlichung vor den Folgen von Hass, Spaltung und Gleichgültigkeit in der heutigen Welt und verteidigte die Notwendigkeit, Beziehungen aufzubauen, die von Solidarität, Brüderlichkeit, Gerechtigkeit und Frieden geprägt sind. Dabei betonte er, dass die Liebe die Grundlage jedes pastoralen und sozialen Handelns der Kirche sein müsse und schloss seine Ausführungen mit Verweis auf Worte des Apostels Paulus und von Papst Franziskus.