Solidaritätsaktion und Gebetstag der Kirche Kolumbiens:Auf, Kolumbien, bis in den hintersten Winkel!

Die Kolumbianische Bischofskonferenz und das Nationalbüro der Sozialpastoral/Caritas Kolumbien haben alle Bistümer, Pfarreien, Seelsorger, Gemeinschaften und Gruppen zur Koordination der Hilfsaktionen im Erdbebengebiet und zu Spenden für die betroffenen Gemeinden aufgerufen und am 16. August einen nationalen Gebetstag durchgeführt.
Die landesweite Aktion zur Bündelung der kirchlichen Ressourcen für die Katastrophenhilfe steht unter dem Motto „Auf Kolumbien, bis in den letzten Winkel. Begleiten, helfen und beten – gemeinsam die Hoffnung aufrechterhalten“ und soll christliche Nächstenliebe greifbar zu machen.
In einer Botschaft bedankte sich Monseñor Francisco Múnera, Erzbischof von Cartagena und Vorsitzender der Kolumbianischen Bischofskonferenz für Zeichen der Verbundenheit, die von vielen Seiten, unter anderem von Papst Leo XIV., eingegangen waren, und rief zu weiterer Unterstützung auf: „Heute müssen wir nah dran sein – nah bei den Familien, die leiden, nah bei denen, die in Angst und Unsicherheit leben, nah bei denen, die nach ihren Angehörigen suchen, nah bei denen, die unermüdlich arbeiten, um Leben zu retten“, betonte Múnera.
Die Kampagne soll auch dafür sorgen, dass die Stimmen der Betroffenen und derer, die sie vor Ort begleiten, im Mittelpunkt stehen. Priester, Ordensleute, Ehrenamtliche und Gemeinden können ihre Erfahrungsberichte, die bestehenden Bedürfnisse und die vor Ort ergriffenen Maßnahmen miteinander teilen und öffentlich machen.
Auf diese Weise wird die Hilfe der Kirche vor Ort sichtbar gemacht und die Zusammenarbeit zwischen kirchlichen und anderen Akteuren gefördert.
Die gesammelten Spendengelder werden über den Nationalen Notfallplan für die zur Unterstützung betroffener Menschen und Familien verwendet.
Beim nationalen Gebetstag stand das Gedenken für die Todesopfer, ihre Familien, die Verletzten, anders Geschädigten, für diejenigen, die weiterhin nach ihren Angehörigen suchen, und für diejenigen, die in dieser Notsituation unermüdlich im Einsatz sind, im Mittelpunkt.
Unter den vielen zerstörten oder beschädigten Gebäuden sind auch zahlreiche Kirchen und andere kirchliche Immobilien. Dazu zählen zum Beispiel die Kathedrale von Manizales, die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau vom Karmel, die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Guadalupe in Dosquebradas, beide im Bistum Pereira, die Wallfahrtsbasilika des Herrn der Wunder in Buga, die Basilika Unserer Lieben Frau von der Armut in Cartago, die Kolonialkirche St. Dominikus in Popayán, das Kloster der Mercedarier in Cali.
Im Bistum Quibdó, einem der am stärksten vom Erdbeben betroffenen Gebiete, halten neben den Schäden an Gebäuden Unterbrechungen der Kommunikationswege an, so dass das gesamte Ausmaß der Katastrophe nach wie vor unklar ist.
„Kolumbien braucht uns, damit wir zusammenhalten. Lasst uns einander begleiten, dienen und beten“, lautet die Schlussfolgerung von Erzbischof Múnera in seinem Appell an kirchlich Engagierte.