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Chocó, Kaffeedreieck und Valle del Cauca besonders betroffen:Schweres Erdbeben in Westkolumbien

Unter den Trümmern in den vom Erdbeben getroffenen Städten in Westkolumbien werden noch viele Vermisste vermutet.
Datum:
11. Aug. 2026
Von:
Carina Delheit

Nach dem Erdbeben der Stärke 7,4, das am Morgen des 10. Augusts den Westen Kolumbiens getroffen hat, laufen die Bergungsarbeiten und die Suche nach Vermissten auf Hochtouren. Derzeit sind mehr als 130 Todesopfer bekannt sowie mehrere tausend Vermisste und mehrere tausend Verletzte. 

Besonders betroffen sind das Pazifik-Departement Chocó, auf dessen Gebiet auch das Epizentrum des Bebens lag, das benachbarte Kaffeedreieck mit den Städten Pereira, Armenia und Manizales sowie das im Süden anschließende Departement Valle del Cauca. In dessen Hauptstadt Cali sind ebenso Opfer zu beklagen wie in den anderen Großstädten der Region Cartago, Buga, Palmira und Buenaventura. Das Nationalbüro der Sozialpastoral/Caritas Kolumbien meldet in einer ersten Gesamtübersicht die meisten Todesopfer für die Stadt Pereira (bisher mehr als 40) und die Städte im Departement Valle del Cauca (bisher mehr als 30). 
Die Flughäfen der genannten Städte sind außer Betrieb; an mehreren Orten ist das Stromnetz unterbrochen. Neben Privathäusern sind auch viele öffentliche Gebäude betroffen, darunter Krankenhäuser, die dringend zur Versorgung der Verletzten gebraucht werden. In Manizales stürzte ein Turm der Kathedrale auf das Kirchendach.

Zur schnelleren Abwicklung der Hilfsmaßnahmen wurde inzwischen der Notstand ausgerufen. Staatliche und auch internationale Hilfe ist angelaufen.
Unterstützung von deutschen Organisationen und aus dem Bistum Aachen wird derzeit koordiniert.