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Verstärkung für das Valle-Erzbistum aus Guapi und Medellín:Zwei neue Weihbischöfe für Cali

Stadtansicht von Cali
Datum:
27. Mai 2026
Von:
Carina Delheit

Papst Leo XIV. hat am Pfingstmontag zwei neue Weihbischöfe für das Erzbistum Cali ernannt, das seit der Ernennung des aktuellen Erzbischofs (2022) ohne Weihbischof war.
Die beiden Neuernannten kommen aus dem Apostolischen Vikariat Guapi und aus dem Erzbistum Medellín:
Arnulfo Moreno Quiñonez wurde 1979 an der nördlichen Pazifikküste des Departements Nariño (Bistum Tumaco) geboren. Nach seinem Studium in Cali wurde er 2010 zum Priester des Apostolischen Vikariats Guapi geweiht, das die nördliche Nachbarregion zu seiner Herkunftsgemeinde an der Pazifikküste im Department Cauca bildet. Er bringt Erfahrung in der Gemeindeseelsorge in seinem Vikariat und im Großraum Valencia (Spanien) und in der Familienpastoral mit. 2024/25 übernahm er während der jüngsten Bischofsvakanz in Guapi die Verwaltung des Vikariates. Monseñor Moreno ist in der 500-jährigen Kirchengeschichte Kolumbiens im dritten Jahr in Folge der dritte Afrokolumbianer im Bischofsamt und der erste, der in einem Erzbistum Dienst tut.
Luis Fernando de Jesús Pérez Agudelo wurde 1967 in Itagüí (Departement Antioquia) geboren und 1992 für sein Heimaterzbistum Medellin zum Priester geweiht. Damit teilt er sowohl seine beiden ersten Vornamen als auch sein Herkunftsbistum mit dem amtierenden Erzbischof Luis Fernando Rodríguez Velásquez. Vor und nach der Priesterweihe absolvierte der neue Weihbischof sein Studium in Medellín und Rom. Er war in mehreren Einsätzen in der Gemeindeseelsorge und Familienpastoral seiner Diözese und in der Priesterausbildung tätig, letzteres vor allem im Konzils-Seminar Medellin, das als Austragungsort der lateinamerikanischen Bischofssynode 1968 in die Kirchengeschichte einging.

Cali ist mit einer Bevölkerung von über 3 Mio. nach Bogotá und Medellin die drittgrößte Stadt Kolumbiens und Hauptstadt des Departements Valle del Cauca. Sie gilt auch als inoffizielle Hauptstadt des südlichen Kolumbiens und als Welthauptstadt der Salsa.
Das Erzbistum Cali gehört mit einer Bevölkerung von gut 3 Mio. (davon 2,5 Mio. katholisch) zu den größten Landes und umfasst das Stadtgebiet und einige Umlandgemeinden, Es wurde wurde 1910 vom wesentlich älteren Erzbistum Popayán abgetrennt und 1964 zum Erzbistum erhoben. Zur Kirchenprovinz Cali gehören die Suffraganbistümer Buenaventura, Buga, Cartago und Palmira, die zusammen das Gebiet des Departements Valle del Cauca umfassen. Die Region ist bis in die jüngste Zeit sowohl in der Großstadt als auch in den ländlichen Gebieten Schauplatz bewaffneter Konflikte und aller ihrer Begleiterscheinungen wie Erpressungen, Bedrohungen, Vertreibungen, Entführungen und Ermordungen.