Debatte über Sterbehilfe - Online-Reihe "Familie - gesellschaftspolitisch unter die Lupe genommen":Selbstbestimmung oder Dammbruch? – Ein aktueller Blick auf die Debatte über Sterbehilfe
Die Diskussion über Sterbehilfe hat in den letzten zehn Jahren markante Wendungen erlebt. Im November 2015 stellte der Deutsche Bundestag die organisierte Suizidbeihilfe erstmals unter Strafe – nach intensiver parlamentarischer und gesellschaftlicher Debatte, an der auch die Kirchen maßgeblich beteiligt waren.

Debatte über Sterbehilfe - Online-Reihe "Familie - gesellschaftspolitisch unter die Lupe genommen"
Die Diskussion über Sterbehilfe hat in den letzten zehn Jahren markante Wendungen erlebt. Im November 2015 stellte der Deutsche Bundestag die organisierte Suizidbeihilfe erstmals unter Strafe – nach intensiver parlamentarischer und gesellschaftlicher Debatte, an der auch die Kirchen maßgeblich beteiligt waren.
Im Februar 2020 folgte der Paukenschlag des Bundesverfassungsgerichts: Es erklärte nicht nur die vom Parlament beschlossene Regelung für verfassungswidrig, sondern proklamierte auch ein Grundrecht auf selbstbestimmtes Sterben. Dieses bestehe nicht nur in Fällen schwerer und unheilbarer Krankheit, sondern „in jeder Phase menschlicher Existenz“. Im Gerichtssaal gab es Applaus, außerhalb auch Empörung. Seither diskutiert die Politik darüber, wie die Suizidbeihilfe gesetzlich geregelt werden sollte. Zwei Gesetzentwürfe – ein liberaler und ein restriktiver – sind in der letzten Legislaturperiode gescheitert. In der aktuellen Wahlperiode ist eine gesetzliche Regelung zu erwarten. Das Online-Seminar wird die juristischen, medizinischen und ethischen Aspekte der Diskussion in den Blick nehmen und zu einem Austausch über komplexe Fragen am Ende des Lebens anregen.
Termin: Donnerstag, 05.02.2026, 17:00 – 18:30 Uhr
Referent: Matthias Dantlgraber, Bundesgeschäftsführer des Familienbunds der Katholiken
Anmeldung über: https://www.familienbund-freiburg.de/onlinereihe