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Impuls für April von P. Bernd Schmitz CO, Aachen:Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf. (Jesaja 9, 1-6

Pfr. Bernd Schmitz CO
Datum:
31. März 2026
Von:
P. Bernd Schmitz CO

Bei diesem Satz wird der ein oder andere stutzen: Ist er nicht aus einer Lesung, die in der Heiligen Nacht verkündet wird? - Er hat recht.

Doch scheint mir dieser Satz, wie die ganze Lesung, sehr gut auch zum Osterfest zu passen, denn das Kind, das zu Weihnachten geboren wurde und der Sohn, der uns geschenkt ist, ist derselbe, der im Licht des Ostermorgens siegreich aus dem Grab aufersteht.

Wir dürfen mit dem Propheten Jesaja am Ostertag Gott loben und preisen: “Du erregst lauten Jubel und schenkst große Freude. Man freut sich in deiner Nähe, wie man sich freut bei der Ernte, wie man jubelt, wenn Beute verteilt wird. Denn wie am Tag von Midian zerbrichst du das drückende Joch, das Tragholz auf unserer Schulter und den Stock des Treibers.”

An diesem Morgen vollendet sich, was in der Heiligen Nacht in Bethlehem begonnen hat. Das Licht, das in der Heiligen Nacht aufgestrahlt ist, scheint hell und klar am Ostermorgen und vertreibt das Dunkel des Todes und der Sünde.

Darum entzünden wir in diesem Jahr das Osterfeuer und die Osterkerze in unserer Kirche mit dem Friedenslicht, das in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet wurde. Es verbindet die beiden Höhlen - die Höhle der Geburt und die Höhle des Grabes. Aus beiden ging der Retter hervor, Jesus Christus, unser Herr, das Licht der Welt: In der Heiligen Nacht tritt er ein in unsere Welt; in der Osternacht öffnet er uns die Tür zur neuen Welt Gottes.

Es erfüllt sich zu Ostern, was der Prophet Jesaja sagt: “Die Herrschaft liegt auf seiner Schulter; man nennt ihn: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens. Seine Herrschaft ist groß, und der Friede hat kein Ende. Auf dem Thron Davids herrscht er über sein Reich; er festigt und stützt es durch Recht und Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten.”

Jeder, der diesem König folgt, jeder, der nicht “eigenmächtig” leben will, trägt in sich dieses Licht des Ostermorgens, das Licht des Friedens. Wer die Kraft dieses Königs in sich wirken lässt, wird selbst zum Boten des Friedens, den die Welt heute so nötig braucht. Er wirkt mit, dass die Verheißung des Propheten Jesaja wahr werden kann: “Jeder Stiefel, der dröhnend daherstampft, jeder Mantel, der mit Blut befleckt ist, wird verbrannt, wird ein Fraß des Feuers.”

Ich wünsche Ihnen, dass das Licht des Ostermorgens Ihr Herz erfüllt
und Ihnen die Kraft gibt, Bote des Friedens in einer friedlosen Welt zu werden.

P. Bernd Schmitz CO