Jugendkirche 3.9zig unterstützt das Projekt „Schöpfungsgarten“ in Aldenhoven im Rahmen einer 48-Stunden-Aktion:Naturnahe Gestaltung mit schöpfungssensibler Spiritualität

Wo jahrelang Stillstand herrschte, summt und blüht es nun: Der ehemalige Pfarrhausgarten in Aldenhoven erwacht aus seinem Dornröschenschlaf und wird zum „Schöpfungsgarten“. Das Projekt vereint naturnahe Gestaltung mit schöpfungssensibler Spiritualität und öffnet regelmäßig seine Pforten für die Öffentlichkeit.
Vom Brachland zur Oase
Lange Zeit lag der Garten brach. Ein verlandeter Teich und kaputte Infrastruktur prägten das Bild. Gemeindereferentin Susanne Gerhards, die treibende Kraft hinter dem Projekt, hatte die Idee schon lange: „Ich möchte den Garten im Sinne schöpfungssensibler Spiritualität nutzen“, sagt sie. Trotz anfänglicher Widerstände und rechtlicher Bedenken ließ sie sich nicht beirren und holte Expertinnen und Experten, unter anderen von der Biologischen Station der Region Düren, ins Boot. Gemeinsam mit Henrike Körber von der Biologischen Station wertete sie den Garten ökologisch auf. Neben alten Obstsorten wie der Mispel finden sich nun Wildstauden, ein Insektenhotel und spezielle Habitate. „Die eine Hälfte wird ein Käferkeller – da können Totholz liebende Insekten ein Zuhause finden. Und die rechte Seite wird ein Sandarium für Erdhummeln“, erklärt Susanne Gerhards. Der Garten lädt nicht nur Tiere ein. Eine gemähte Rasenfläche mit Baumstümpfen als Sitzhocker bietet Raum für Andachten oder zum Verweilen. Ein besonderes Highlight ist die neue Lounge aus Paletten, die im Rahmen einer Jugendaktion entstand.
Jugend packt an: Die 48-Stunden-Aktion
Ein entscheidender Impuls kam von der Jülicher Jugendkirche 3.9zig. Nach einer erfolgreichen Sozialaktion im vergangenen Jahr beschlossen die Jugendlichen, jährlich ein besonderes Projekt im Pastoralen Raum zu realisieren. In einer „48-Stunden-Aktion“ engagierten sich die jungen Erwachsenen in Aldenhoven, um den Eingangsbereich zum Garten einladender zu gestalten. Monja Stettner (28), eine der Beteiligten, erklärt: „Ich finde es ganz cool, dass der Garten für alle offen ist. Aber als ich das erste Mal hier war, dachte ich: Ich würde nicht reingehen, weil es nicht einladend aussieht. Das wollen wir ändern“. Gemeinsam mit Gemeindereferentin Esther Fothen und Pastoralreferent Eric Mehenga von der Jugendkirche reinigten die Jugendliche den Eingangsbereich, gestalteten eine himmlische Decke, strichen Wände und bemalten das Garagentor mit dem neuen Logo des Schöpfungsgartens. Dank einer Spende der Firma PHS, Plattenhandel Schlader in Jülich, konnten sie Sitzmöbel aus Paletten bauen.
Ein Stopp am Jakobsweg
Da Aldenhoven direkt am Jakobsweg liegt, richtet sich das Angebot auch an Pilgerinnen und Pilger. Sie können sich im Pfarrbüro einen Stempel für ihren Pilgerpass abholen und den Garten zur Rast nutzen. Langfristig wünscht sich Gemeindereferentin Susanne Gerhards Interessierte, die sich mit ihr für den Garten und darin stattfindende Angebote einsetzen. „Ich kann mir hier gut Kräuterexkursionen, Kunstausstellungen oder religionspädagogische Angebote für Kindergärten vorstellen“, erzählt die Gemeindereferentin.
Der Schöpfungsgarten ist montags, mittwochs und freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr über den Kirchplatz St. Martin in Aldenhoven zu erreichen.