Der Synodale Weg
Der Synodale Weg
Der Synodale Weg
Der Synodale Weg
Der Synodale Weg

Das Bistum Aachen beim Synodalen Weg

Erste Synodalversammlung, 30. Januar bis 1. Februar 2020

Bei der ersten Synodalversammlung des Synodalen Wegs waren aus dem Bistum Aachen mit dabei: Heribert Rychert (v.l.), stellvertretender Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken, Weihbischof Karl Borsch, Ursula Becker, Gemeinschaft Christlichen Lebens, Bischof Helmut Dieser, Ursula Hahmann, vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken als Einzelpersönlichkeit berufen, und Propst Markus Bruns, Regionalvikar in Heinsberg.

Teilnehmende Synodaler Weg Bistum Aachen (c) Reinhard Sentis
Bischof Dr. Helmut Dieser schildert seine Eindrücke der Synodalversammlung

Bischof Dr. Helmut Dieser schildert seine Eindrücke der Synodalversammlung

Synodalforen

Für die inhaltliche Arbeit des Synodalen Weges gibt es vier Synodalforen. Sie erarbeiten die Vorlagen für die Synodalversammlung: „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche – Gemeinsame Teilhabe und Teilhabe am Sendungsauftrag“, „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, „Priesterliche Existenz heute“ und „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“.

Für das Bistum Aachen nimmt Bischod Dr. Helmut Dieser im Forum „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“ teil.

Am Forum „Priesterliche Existenz heute“ nimmt Ursula Becker aus dem Bistum Aachen teil.

 

Zu den Synodalforen

 

 

Mitglieder der Synodalversammlung

Bischof Dr. Helmut Dieser

„Der Synodale Weg der 27 Diözesen in Deutschland ist etwas Neues. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken richten ihn gemeinsam aus.
Dass wir diesen Weg am 1. Adventssonntag 2019 beginnen, hat eine Vorgeschichte. Dazu gehören nicht nur die Ergebnisse der so genannten MHG-Studie über den sexuellen Missbrauch. Sondern hinter den vier Hauptthemen des Synodalen Weges steht eine längere Entwicklung von schwächer werdenden Gewissheiten und auseinanderdriftenden Überzeugungen.
Beim Auftakt des Synodalen Weges finden wir uns in unserer Kirche in einer starken Polarisierung wieder und die betrifft besonders diese vier Hauptthemen. Papst Franziskus will, dass wir neu lernen, eine synodale Kirche zu sein. Der „gemeinsame Weg“ (synodos) kann und muss also gemeinsam gesucht werden. Doch die Gemeinsamkeit wird nicht aus einer Art Wahlkampf und einem Kampf um Mehrheiten hervorgehen, sondern muss das Geschenk Gottes selber sein.
Deshalb ist der Synodale Weg ein geistlicher Weg. Und dem Wirken des Heiligen Geistes werden wir uns dadurch am meisten öffnen, dass wir freimütig reden, einander intensiv zuhören und uns bemühen, das Wahre und Heilige herauszuhören gerade aus dem, was nicht von mir selber stammt und aus meiner eigenen Überzeugung hervorgegangen ist. Dann kann Gott uns überraschen und uns auch in den vier Fragen des Synodalen Weges wieder eine größere Einigkeit und gemeinsame Gewissheit schenken. Das ist das Ziel des Weges, das wir von Gott erbitten: nicht dass die Einen sich gegen die Anderen durchsetzen, sondern dass Alle wieder die gemeinsame Freude am Kirchesein spüren. Es soll sich auch in den vier Fragen des Synodalen Weges wie­der für Alle gut anfühlen, katholisch zu sein! Und deswegen dient der Synodale Weg dem Auftrag, den Jesus seiner Kirche zu allen Zeiten aufgetragen hat: gemeinsam das Evangelium zu verkünden.“

Bischof Dr. Helmut Dieser (c) Bistum Aachen / Carl Brunn

Weihbischof Karl Borsch

Der 60-jährige wurde 1992 im Aachener Dom zum Priester geweiht. Im November 2003 wurde er zum Weihbischof ernannt, die Bischofsweihe erfolgte im Januar 2004. Er ist auch residierender Domkapitular. Als Bischofsvikar ist er für Ordens- und Säkularinstitute sowie Gesellschaften des Apostolischen Lebens zuständig.

Weihbischof Karl Borsch (c) Andreas Steindl

Heribert Rychert (Diözesanrat)

Der 64-Jährige arbeitet im Hauptberuf als Geschäftsführer der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), zu denen die beiden Jugendbildungsstätten Haus St. Georg und St. Nikolaus Jugendstätte Rursee gehören. Neben seinem Engagement im Diözesanrat ist er Mitglied des ZDK sowie im Diözesanen Pastoralrat. „Die katholische Kirche hat durch den Missbrauchsskandal bei den Menschen massiv an Glaubwürdigkeit verloren und dadurch für viele den Blick auf die Heilssendung der Kirche verstellt. Der Synodale Weg ist für mich ein notwendiger Prozess gemeinsam als Laien, Diakone, Priester und Bischöfe, als Frauen und Männer und als Christinnen und Christen verschiedener Generationen Ursachen und Strukturen des Missbrauchs zu bearbeiten und die Kirche in Deutschland wieder neu aufzustellen. Als Vertreter des Diözesanrats will ich die Prozesse des Synodalen Weges mit den Erwartungen der Christinnen und Christen in den Gemeinden, Räten und Verbänden im Bistum Aachen verknüpfen“, benennt Heribert Rychert seine Erwartungen an den Synodalen Weg. 

Beginn des Synodalen Wegs (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl

Propst Markus Bruns, Regionalvikar in Heinsberg (Priesterrat)

Der 52-Jährige wurde 1995 im Aachener Dom zum Priester geweiht. Nach einer Kaplanszeit in Viersen war Bruns ab 2000 Jugendseelsorger für die Region Kempen-Viersen. Als Propst der Pfarre St. Gangolf in Heinsberg ist Bruns auch Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht und außerdem seit 2015 nicht-residierender Domkapitular des Aachener Doms. Seit 2018 ist er Regionalvikar für die Region Heinsberg. „Meine Hoffnung für den Synodalen Weg ist ein offener Austausch, gegenseitiges Zuhören und keine Denkverbote. Ganz wichtig ist es, dass die systemischen Ursachen von sexuellem Missbrauch erkannt und benannt werden. Ich erwarte Veränderungen und Reformen. Dabei muss auch offen diskutiert werden über die Zugangsbedingungen für den Priesterberuf sowie über den Zugang zu Diensten und Ämtern von Frauen in der Kirche“, erklärt Markus Bruns. „Der Synodale Weg sollte aber auch ein geistlicher Prozess, so hoffe ich, dass die jesuanische Perspektive eingenommen wird: Als er seine Jünger einberufen hat, ging es um den Dienst, nicht um Macht. Was würde also Jesus auf die Fragen, die heute anstehen antworten“, fragt er. 

 

 

Propst Markus Bruns (c) Privat

Start des Synodalen Weges im Bistum Aachen

v.l.: Dr. Stefan Vesper, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Dompropst Rolf-Peter Cremer, Pfarrer Christoph Stender, Geistlicher Rektor des ZdK und Priester des Bistums Aachen, Heribert Rychert, (c) Bistum Aachen / Andreas Steindl

Der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland ist gestartet. Im Bistum Aachen haben am ersten Adventsonntag 2019 Dompropst Rolf-Peter Cremer als Vertreter von Bischof Dr. Helmut Dieser und Heribert Rychert, stellvertretender Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Aachen, gemeinsam die Synodalkerze im Aachener Dom entzündet.

Ziel des Weges sei es, „das wir von Gott erbitten: nicht dass die Einen sich gegen die Anderen durchsetzen, sondern dass Alle wieder die gemeinsame Freude am Kirchesein spüren. Es soll sich auch in den vier Fragen des Synodalen Weges wieder für Alle gut anfühlen, katholisch zu sein! Und deswegen dient der Synodale Weg dem Auftrag, den Jesus seiner Kirche zu allen Zeiten aufgetragen hat: gemeinsam das Evangelium zu verkünden“, betont Bischof Dr. Helmut Dieser.