Geschirr mit Goldrand, das „Gute“, das nur an Feiertagen und beim Verwandtenbesuch aus dem Schrank geholt und nochmal poliert wird – es funkelt zusammen mit Tassen, schönen Gläsern und Silberbesteck auf einer langen Tafel auf blauer Tischdecke im Aachener Domhof, doch da hat sich etwas verändert. Teller, Tassen, Kannen und Kännchen tragen Sprüche und Gedanken – mahnen dringlich in blauer Schrift auf weißem Porzellan, wünschen sehnsüchtig: „Alle an einen Tisch“, verkünden „Liebe geht durch den Magen“, aber auch eine traurige Feststellung wie „Arbeit ist Menschenwürde“ oder „Aussortiert“ – nicht nur das Geschirr.