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24. Motorradgottesdienst in Breitenbenden:Gegenwind? Wir bleiben dran!

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Chrom, Leder, Weihwasser und ein Hupkonzert statt Kirchenglocken: Beim 24. Motorradgottesdienst in Breitenbenden kamen Bikerinnen und Biker aus der ganzen Region zusammen. Unter dem Motto „Gegenwind? – Wir bleiben dran!“ feierten sie gemeinsam Gottesdienst, ließen Menschen und Maschinen segnen und starteten anschließend zur großen gemeinsamen Ausfahrt.
Datum:
25. Sept. 2026
Von:
Boris Kassebeer
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Schon seit dem frühen Morgen füllt sich der Platz am Dorfgemeinschaftshaus in Breitenbenden. Motorräder aus der ganzen Region rollen an, später wird der Platz knapp und die Maschinen stehen schließlich auch entlang der benachbarten Leonhardstraße. Auf den Kennzeichen finden sich Aachen, Monschau, Köln, Düren und Mönchengladbach – die weiteste Anreise hat ein Besucher aus Weeze im Kreis Kleve.

Chromglänzende Vespas stehen neben Quads, älteren Maschinen und schweren Motorrädern. Lederkutten, sportliche Kombis und praktische Motorradkleidung gehören ebenso zum Bild wie Bikerinnen und Biker ganz unterschiedlichen Alters. Die Jüngsten können kaum laufen – und gehören doch offensichtlich schon ganz selbstverständlich dazu. Bei bestem Wetter wird gefrühstückt, gefachsimpelt, werden Maschinen bestaunt und alte Bekannte begrüßt. Auch der Bürgermeister der Stadt Mechernich ist unter den Gästen.

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Ein besonderer Hingucker steht direkt vor dem Altar: das eigens für den Feuerwehreinsatz ausgerüstete Harley-Davidson-Feuerwehr-Krad der Gemeinde Kall. Für Motorradfans fast schon ein zusätzliches Argument, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen.

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Musikalisch begleitet die Sacro-Pop-Band Spirit den inzwischen 24. Motorradgottesdienst, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gegenwind? – Wir bleiben dran!“ steht. Vorbereitet wurde er vom MOGO-Team um Pfarrer Hardy Hawinkels. Zwischen Frühstückspavillon und Spielplatz erinnern an einer langen Leine aufgehängte Plakate und Spendenergebnisse aus den vergangenen 15 Jahren an die Geschichte der Veranstaltung.

Dass hier keine ganz gewöhnliche Sonntagsgemeinde zusammenkommt, ist schnell zu sehen. Sehr unterschiedliche Menschen treffen sich in Breitenbenden, verbunden durch eine gemeinsame Leidenschaft. Und dennoch – oder gerade deshalb – entstehen starke gottesdienstliche Bilder. Zu Beginn legen die Biker ihre Helme vor dem Altar zu einem Kreuz zusammen. In einer kleinen Spielszene wird das Motto vom Gegenwind und Rückenwind aufgenommen.

Auch bei der Einladung zur Kommunion wird die offene Atmosphäre spürbar: Eingeladen sind alle, die daran glauben können, dass ihnen in diesem kleinen Stück Brot Christus in besonderer Weise begegnet. Die Gemeinde antwortet darauf spontan mit Applaus.

Die Kollekte des Gottesdienstes kommt dem Kinderschutzbund, Ortsverband Mechernich, zugute.

Am Ende werden Bikerinnen und Biker, Gäste und natürlich auch ihre Maschinen gesegnet – mit der Bitte, dass alle, die Motorräder in Freizeit oder Beruf nutzen, rücksichtsvoll, hilfsbereit und verantwortungsvoll unterwegs sind. Und selbstverständlich gehört dazu Weihwasser. Pfarrer Hardy Hawinkels weiß aus Erfahrung, dass man darauf besser nicht verzichtet: Als er es einmal tat, soll es heftigen Protest gegeben haben. Schließlich, so die augenzwinkernde Erkenntnis, gibt es kaum frommere Menschen als Motorradfahrer.

Kirchenglocken gibt es am Dorfgemeinschaftshaus zwar nicht. Deshalb übernehmen zum Abschluss die Motorräder selbst: Mit einem großen gemeinsamen Hupkonzert endet der Gottesdienst.

Doch wirklich Schluss ist damit noch lange nicht. Nach einigen organisatorischen Hinweisen werden die Motoren gestartet, der Konvoi setzt sich in Bewegung – und aus der Gottesdienstgemeinde wird für die nächsten Kilometer eine große Gemeinschaft auf zwei, drei und vier Rädern. Die gemeinsame Ausfahrt beginnt.