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St. Maria Empfängnis setzte sich gegen zehn Mitbewerber durch:Ein leuchtendes Zeichen für Maria von Magdala

Die Vorfreude steigt. Am Sonntag, 19. Juli, wird in der Kirche St. Maria Empfängnis im Rahmen einer Festmesse der Apostelinnen-Leuchter für Maria von Magdala enthüllt.
Eine Skulptur, die von einem Tuch verhüllt wird.
Datum:
Do. 9. Juli 2026
Von:
Abteilung Kommunikation
Aposelinnenleuchter - Künstlerin_Sonja Toepfer bei der Erstellung

Der Apostellinnen-Leuchter ist ein in dieser Form einzigartiges Kunstwerk. Damit wird die von Papst Franziskus 2016 als „apostola apostolorum“ (Apostelin der Apostel) bezeichnete Heilige zu ihrem Gedenktag (22. Juli) im wahrsten Sinne des Wortes „sichtbar“ gemacht.

Der Leuchter würdigt Maria von Magdala als erste Zeugin der Auferstehung und als eine Verkünderin der Osterbotschaft. Er soll sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung und die wichtige Rolle von Frauen in der Kirchengeschichte und Glaubenstradition sein. „Frauen sind das Rückgrat katholischer Gemeinden. Ihnen, ihren Gemeinden und Pastoralen Räumen eröffnet das Projekt „Apostelinnen-Leuchter“ die Möglichkeit, bislang unter den Teppich gekehrte Geschichten von Frauen der Kirche ans Licht zu holen und auf den Leuchter zu stellen“, erläutert Christa Nickels, ehemalige Bundestagsabgeordnete, aktives kfd-Mitglied und Schirmherrin des Projekts.

Gemeinde aus Venn überzeugt mit pastoralem Konzept

Der Apostelinnen-Leuchter entstand in Kooperation des Diözesanverbands der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) im Bistum Aachen und der Frauenseelsorge im Bistum Aachen. Im November 2024 hatten sie Gemeinden und Pastorale Räume aufgerufen, sich um den von ihnen gestifteten Apostelinnen-Leuchter zu bewerben. Aus elf Bewerbungen fiel die Wahl der Jury, der neben Christa Nickels, Vertreterinnen des kfd und der Frauenseelsorge, die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner und Dr. Anna Wellding, Referentin für Kunst und Denkmalpflege im Bistum Aachen, auf das Konzept der Gemeinde aus Mönchengladbach-Venn. Das dortige „Team Apostelinnen-Leuchter“ (ehrenamtlich engagierte Frauen der kfd Venn, des Frauentreffs Venn und des Teams KlarText) überzeugte mit einem starken pastoralen Konzept, das weit über den Leuchter hinausgeht und unter anderem Veranstaltungen und Angebote für verschiedene Zielgruppen, die Einbindung in liturgische Feiern und ein „Lebensbuch“, in das Kirchenbesucher sich eintragen können, umfasst.

Skulpturen-Installation aus 300-jährigem Eichenholz

Umgesetzt wurde der Apostelinnen-Leuchter von Sonja Toepfer. Für die Künstlerin war dies eine spannende Herausforderung. Die Rolle Maria von Magdalas als Apostelin sei ihr gar nicht bekannt gewesen, sagt sie. Ein Bild von ihr sei für sie erst durch den Austausch mit den Frauen vor Ort entstanden. „Klar war für mich nur, das wird kein Wandleuchter. Das ist nicht mein Ding.“ Nach einem Besuch in der Gemeinde, mit der sie sofort eine große Schnittstelle gehabt habe, sei ihr klar gewesen: „Diese Maria muss groß werden. An ihr darf keiner vorbei.“ Auch das passende Material hatte sie direkt vor Augen: 300 Jahre altes Eichenholz aus dem Umbau ihres Hauses. Für Sonja Toepfer ein Geschenk, diesem lebenden Werkstoff ein neues Leben in einer neuen Form zu geben.
Daraus ist eine aus mehreren Elementen bestehende Skulpturen-Installation entstanden, die abstrakt ist, aber zugleich von „fühlbarer Sinnlichkeit“, wie Sonja Toepfer es beschreibt. Die Wucht hat, aber auch sehr detailliert ist, die Menschen mit ihrer Botschaft direkt anspricht und auffordert, sich auf sie einzulassen. „Ich denke, besonders die Maria selbst wird die Leute gewinnen, weil jeder etwas in ihr sehen kann.“ Ein wichtiges Element war für das „Team Apostelinnen-Leuchter“, dass der Schriftzug „Jesus lebt“ in irgendeiner Form integriert ist, die Botschaft, mit der Maria von Magdala das leere Grab verlässt und die sie in die Welt trägt. Die Skulptur zeigt sie als Verkünderin – eine Darstellung, die es in der Kunst in der Form so bislang nicht gibt und die sie schon deshalb zu etwas Besonderem macht. 

Feierliche Enthüllung am 19. Juli

Noch ist die Skulptur hinter weißen Laken verborgen. Enthüllt wird sie am Sonntag, 19. Juli, um 10.30 Uhr, in einer Festmesse in der Kirche St. Maria Empfängnis, Mürrigerstraße 6, Mönchengladbach-Venn. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch statt (Moderation Andrea Kett, Leiterin der Abteilung Pastorale Räume und Pfarreien beim Bistum Aachen) mit Sonja Toepfer und Christa Nickels sowie die Möglichkeit, den Leuchter zu entdecken und mit der Künstlerin, den Initiatorinnen des Projektes sowie miteinander bei Getränken und Häppchen ins Gespräch zu kommen.

Informationen zur künstlerischen Entstehungsgeschichte des Apostelinnen-Leuchters finden Sie hier.