Aufgewachsen in Rheindahlen, war Wolfgang Bußler jüdisches Leben be-kannt durch den jüdischen Friedhof und durch Erzählungen über jüdische Nachbarn. Sein Interesse an der Geschichte des Judentums in seiner Hei-mat wuchs während seiner Zeit als Seelsorger in Blankenheim-Nettersheim u. A. durch das Buch „Judaica - Juden in der Voreifel“ von H. Dieter Arentz und später „Juden in Mönchengladbach“ von Günter Erckens.
Der romanische Tragaltar der Münsterkirche St. Vitus führte Bußler zur Be-schäftigung mit dem Motiv „Ecclesia und Synagoga“ – den Personifikationen von Kirche und Judentum.
Daraus entstand das Buch „Ecclesia und Synagoga und der Mönchengladba-cher Tragaltar“. In seinem Buch betrachtet der Verfasser dieses Motiv durch die Zeiten der Kunstgeschichte bis in die Gegenwart. Die Diskriminie-rung des Judentums in unserem Land lässt sich an Hand von Kunstwerken darstellen, seit 1000 Jahren bis in die Gegenwart.
2025 war das Jubiläumsjahr 60 Jahre „Nostra Aetate“ – Erklärung der ka-tholischen Kirche zum Judentum auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil und es wurde die Stellungnahme „…und jetzt?“ – Leitlinien zum Umgang mit an-tijüdischen Bildwerken in und an Kirchenräumen der evangelischen Landes-kirchen und der katholischen Bistümer in NRW veröffentlicht.
Aus diesem Anlass laden wir sehr herzlich zu einem Abend mit Bildern und Texten aus den genannten Büchern und Musik ein.